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12 Januar 2018

Forschung für eine bessere Frühdiagnose

Das Hauptziel der Studie ist die verbesserte Frühdiagnose der Parkinson-Krankheit, möglichst vor dem Auftreten motorischer Störungen und dem damit einhergehenden Nervenzellverlust, damit rechtzeitig therapeutisch eingegriffen werden kann. Ein weiteres Ziel ist die Erforschung einer neuen Basis für
therapeutische Heilansätze.

Die Studie wird durchgeführt von den renommierten Wissenschaftlern Dr. O. Windl, Prof. Dr. A. Giese und Prof. Dr. G. Höglinger.

Dr. O. Windl

Dr. O. Windl

Prof. Dr. G. Höglinger

Prof. Dr. G. Höglinger

Dr. A. Giese

Dr. A. Giese

 

Vorgehensweise

Es werden epigenetische Veränderungen in den Nervenzellen von Parkinson-Patienten erforscht, indem aus einer Hirnregion, die in Morbus Parkinson stark betroffen ist, die Kerne von Nervenzellen isoliert werden und die daraus gewonnenen Nukleinsäuren auf epigenetische Veränderungen, spezifisch auf DNA-Methylierung und micro-RNAs hin, untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Untersuchung von Patienten sein, bei denen die krankhaften Veränderungen des Morbus Parkinson noch nicht weit fortgeschritten sind im Vergleich zu solchen, bei denen schon große Areale betroffen sind. Mit diesem Vergleich sollten sich epigenetische Veränderungen, die zu Beginn des Krankheitsprozesses stehen, von solchen unterscheiden lassen, die erst im Zuge einer fortgeschrittenen Erkrankung auftreten.

Hintergrund: Epigentik — der Schlüssel zur Frühdiagnose?

Epigenetik beschreibt molekulare Mechanismen, die zu einem stärkeren oder schwächeren Ablesen von Genen führen, ohne dass die dort gespeicherte Information verändert wird. Dabei markieren Enzyme bestimmte Abschnitte der DNA oberhalb des DNA-Strangs, daher die Bezeichnung Epigenetik (von
griechisch: epi = über).

Zwar ist noch unklar, welche Ursachen die Parkinson-Krankheit hat, doch gibt es viele Hinweise auf sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren. Das Forschungsgebiet der Epigenetik basiert darauf, das epigenetische Veränderungen durch chemische oder physikalische Umweltfaktoren eingeleitet werden (wobei auch biologische, psychische und soziale Faktoren das Epigenom, welches die Gesamtheit der
epigenetischen Änderungen einer jeden Zelle abbildet, verändern können). Es liegt daher sehr nahe, epigenetische Veränderungen zu untersuchen, um die Mechanismen der Erkrankung besser zu verstehen und auch um Änderungen zu identifizieren, die diagnostisch und therapeutisch genutzt werden
können.

MIT IHRER HILFE FÖRDERN WIE DIE AUSSICHTSREICHE STUDIE ‚EPIGENETISCHES PROFIL BEI MORBUS PARKINSON‘

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